Warum Maestro Afkham Kollege Kent Nagano keine Tipps gibt … Teil II

David Afkham © Gisela Schenker

David Afkham kehrt nach Hamburg zurück, privat wie beruflich. In der wunderschönen Laeiszhalle dirigiert der in Bayern lebende Maestro Beethoven und Brahms, in der Hamburgischen Staatsoper sieht er mit Frau und Kindern Humperdinck, Ravel und Strawinsky. Dies nicht zuletzt, weil seine Gattin, die Sopranistin Christiane Karg, dort Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Hamburg war. Im Vorfeld des Konzerts haben wir über Glück hoch zwei, Kent Nagano und Meister Johannes gesprochen. Wir erfahren außerdem, was Maestro Afkham sonst noch in Hamburg macht.

Jörn Schmidt im Gespräch mit David Afkham (Teil 2)

klassik-begeistert:  Ihre Position als Chef des Orquesta y Coro Nacionales de España in Madrid haben Sie an Kent Nagano weitergereicht. Welche Tipps haben Sie dem Kollegen mit auf den Weg gegeben? 

David Afkham: Wir haben uns tatsächlich schon vor seiner Berufung kollegialiter ausgetauscht … Ich möchte das indes nicht Tipps nennen, sondern einen freundschaftlichen Austausch wie in jedem anderen Job auch. Wie die Musiker denken und fühlen, wer Ansprechpartner ist, Aufgaben jenseits der Musik. Unter anderem darüber haben wir gesprochen. Auch über potentielle Fettnäpfchen, in die man nicht treten möchte … 

„kb im Gespräch mit Maestro David Afkham, Dirigent, Teil II
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
weiterlesen

Marie Jacquot und ihr neues Orchester legen es auf einen Vergleich zur Weltspitze an

Marie  Jacquot © Werner Kmetitsch

Kölner Philharmonie, 16. & 17. Oktober 2026

WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot, Dirigentin

Antoine Tamestit, Viola
Iveta Apkalna, Orgel

Richard Wagner – Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser“, Dresdner Fassung (1845)

Thierry Escaich – „La nuit des chants” (“Die Nacht der Gesänge“) – Konzert für Viola und Orchester (2018)

Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

von Daniel Janz

Tut sich das WDR Sinfonieorchester wirklich einen Gefallen damit, mit Abstand von wenigen Wochen dasselbe Werk aufzuführen, das hier erst letzten Monat in Bestform erklang? Im September noch fegte Anna Lapwood wie ein Wirbelwind über Orgel und Bühne und schlug dabei enorme Wellen. Die Entscheidung, in Konkurrenz mit ihr zu treten, erscheint extrem gewagt, wenn man bedenkt, dass das Vergleichsniveau auf höchster Ebene liegt. Wie also wird das in Köln ansässige Orchester bei dieser Aufgabe – der „Orgelsinfonie“ – abschneiden? Und muss sich das Gürzenich-Orchester, das dasselbe Werk auch noch einmal im Juni 2027 aufführen wird, bereits Sorgen machen?

„WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Dirigentin, Iveta Apkalana, Orgel
Kölner Philharmonie, 16. & 17. Oktober 2026“
weiterlesen

Die Cleveländer und Franz Welser-Möst hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck

Cleveland © Lukas Beck

Das Cleveland Orchestra war in Händen von George Szell und Lorin Maazel ein unangefochtener Klangkörper von Weltruf. Offenbar (und hörbar) hat das Orchester in den 25 Jahren von Welser-Mösts Position als Chefdirigent einiges an Profil verloren. Subjektiv gesehen ist es kein Orchester von Weltruf mehr; es wurde von anderen amerikanischen Orchestern rechts und links überholt. Aber wenigstens endete diese dreitägige Wiener Abschiedstour versöhnlich.

Musikverein Wien, 15. Oktober 2026

Franz Liszt:  Orpheus, Symphonische Dichtung Nr. 4
Bohuslav Martinů:  Symphonie Nr. 2
Johannes Brahms:  Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

+++

Konzerthaus Wien, 17. Oktober 2026

Wolfgang Amadeus Mozart:  Symphonie C-Dur KV 338
Bernd Richard Deutsch:  Intensity
Richard Strauss:  Sinfonia Domestica in F-Dur op. 53 für großes Orchester

The Cleveland Orchestra
Franz Welser-Möst, Dirigent

von Herbert Hiess

Anlässlich des Abschiedes von Maestro Welser-Möst vom Orchester gab es eine „Abschiedstour“ mit drei Konzerten in Wien. Zwei davon im Musikverein und eines im Konzerthaus. Natürlich war man gespannt, wie der oberösterreichische Dirigent sich mit den Amerikanern in Österreich macht. Das Ergebnis war leider eher dürftig, wenn man vom ersten Konzert ausgeht.

„Abschiedstournee The Cleveland Orchestra, Franz Welser-Möst
Musikverein 15. Oktober 2026“
weiterlesen

Das klassik-begeistert Symphoniker Hamburg Gewinnspiel

Symphoniker Hamburg © Dan Hannen

Das klassik-begeistert Symphoniker Hamburg Gewinnspiel

In Zusammenarbeit mit Symphoniker Hamburg e. V. verlost klassik-begeistert 2 x 2 Konzertkarten für das 3. Symphoniekonzert am

Sonntag, 8. November 2026 (19:00 Uhr),

in der Laeiszhalle Hamburg. Auf dem Programm stehen

Unsuk Chin   „subito con forza“ für Orchester

Ludwig van Beethoven   Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Johannes Brahms Symphonie   Nr. 1 c-Moll op. 68

Dirigent ist David Afkham.

Die Gewinnfrage lautet:

Warum hat David Afkham eine ganz besondere Beziehung zu Hamburg?

Tipp: Lesen Sie das große Interview mit Maestro Afkham, das morgen und übermorgen hier bei klassik-begeistert erscheint. Dort verrät er Ihnen die Antwort.

Bitte senden Sie die Lösung per Mail (und nicht als Beitragskommentar) an

und geben Sie dabei Ihren Namen und eine gültige E-Mail-Adresse an.

Die ersten beiden richtigen Antworten, die bis zum 1. November 2026 bei uns eingehen, gewinnen jeweils 2 Konzertkarten zur Abholung an der Abendkasse.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem heutigen Quiz und viel Glück bei der Verlosung!

klassik-begeistert, 17. Oktober 2026

Wann Maestro Afkham doch mal die Hutschnur platzen könnte …Teil I

David Afkham © Gisela Schenker

David Afkham kehrt nach Hamburg zurück, privat wie beruflich. In der wunderschönen Laeiszhalle dirigiert der in Bayern lebende Maestro Beethoven und Brahms, in der Hamburgischen Staatsoper sieht er mit Frau und Kindern Humperdinck, Ravel und Strawinsky. Dies nicht zuletzt, weil seine Gattin, die Sopranistin Christiane Karg, dort Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Hamburg war. Im Vorfeld des Konzerts haben wir unter anderem über Humanismus, fliegende Partituren und seinen Mentor Bernard Haitink (1929-2021) gesprochen.

 Jörn Schmidt im Gespräch mit David Afkham (Teil 1)

klassik-begeistert: Bernard Haitink beschrieben in einem Satz, wie würden Sie Ihren Mentor charakterisieren?

David Afkham: Er war ein großer Meister, ein musikalischer Vater – auch jenseits von Musik und Konzertsaal … Aber selbst das greift viel zu kurz, Bernard Haitink passt nicht in einen Satz. Unbedingt hinzusetzen möchte ich noch, dass ich von ihm eine Art des Dirigierens gelernt habe, die heute immer mehr verloren geht. Keine Effekthascherei, statt dessen strukturelle Klarheit, immer auf der Suche nach Wahrheit, ein Führen von Innen. Auch auf psychologischer Ebene war er ein großartiger Mentor.

„kb im Gespräch mit Maestro David Afkham Dirigent, Teil I
klassik-begeistert.de, 19. Oktober 2026“
weiterlesen

Die Reise nach Reims: erstmals in München kann ich diese Rossini Sangespracht genießen

Réka Kristóf (Corinna), Lukas Enoch Lemcke (Don Prudenzio), Jennifer O’Loughlin (Madame Cortese) © Anna Schnauss

Premiere / Münchner Erstaufführung +++ Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims +++ Gärtnerplatztheater, München, 16. Oktober 2026

Zehn stimmlich in den meisten Momenten voll überzeugende Hauptrollen. Das Orchester des Gärtnerplatztheaters unter Enrico Lombardi trifft den musikalischen Charakter Rossinis auf den Punkt. Die Produktion ist fluffig, blumig, bunt, prall und ausladend. Der Abend überzeugt. Das Premierenpublikum klatscht und jubelt.

Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims (1825)
Dramma giocoso
Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Luigi Balocchi

Musikalische Leitung  Enrico Lombardi

Regie   Dirk Schmeding
Choreografie   Kerstin Ried

Corinna   Réka Kristóf
Marchesa Melibea   Anna Agathonos
Comtesse Folleville   Andreja Zidaric
Madame Cortese   Jennifer O’Loughlin
Chevalier Belfiore   Andrés Agudelo
Graf Libenskof   Gyula Rab
Lord Sidney   Ludwig Mittelhammer
Don Profondo   Timos Sirlantzis
Baron Trombonok   Levente Páll
Don Álvaro   Matija Meić

Kurballett “Zur goldenen Lilie”
Chor und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 16. Oktober 2026

von Frank Heublein

„Gioachino Rossini, Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 16. Oktober 2026“
weiterlesen

Die Bayerische Staatsoper gibt ein Sängerfest mit der klassischen Ariadne auf Naxos

ARIADNE 2026 E.ROGNERUD E.SIERRA I.ROBERTS A.KAMPE M.GANTNER (c) Geoffroy Schied

Mit der aktuellen Wiederaufnahme der Ariadne auf Naxos würdigt die Bayerische Staatsoper nicht nur eine meisterlich minimalistische, inzwischen 18 Jahre alte Inszenierung, sondern feiert ein Fest der Stimmen und der Musik.

von Sandra Grohmann

Richard Strauss,  Ariadne auf Naxos
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel (1916)
Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Robin Ticciati  Musikalische Leitung

Robert Carsen  Inszenierung
Peter Pabst  Bühne
Falk Bauer  Kostüme
Manfred Voss  Licht
Marco Santi  Choreographie
Ingrid Zellner  Dramaturgie

Bayerisches Staatsorchester

Opernballett der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Magdalena Padrosa

Bayerische Staatsoper, Nationaltheater, 16. Oktober 2026

„Richard Strauss, Ariadne auf Naxos
Bayerische Staatsoper, Nationaltheater, 16. Oktober 2026“
weiterlesen

Das Groteske reißt den Scherz in den Abgrund

Jugendkonzert © Andreas Gebert

Das ist ja hier wie im Zirkus! – kommentiert mein Begleiter das quirlige Streben hunderter Jugendlicher und einiger Kinder durch die Eingänge der Isarphilharmonie, wo ein ungewöhnliches Programm zum ersten Jugendkonzert der Saison einlädt. Erwartungsvoll schnatternd nehmen die teils sorgfältig aufgebrezelten jungen Herrschaften Platz. Feiern sie heute die Musik? Feiern sie das hochpolitische musikalische Programm? Feiern sie Kultur im Allgemeinen, wozu die Sprüche auf den Schürzen hinter der Bar im Foyer auffordern? Oder feiern sie einfach sich selbst? Vermutlich ist von allem etwas dabei. Und das ist genau richtig so: In die Feier der Kultur sowohl deren politischen Anspruch aufzunehmen wie auch das friedliche Beisammensein und den puren Genuss. Kultur ist Teil menschlicher Sozialisation. Notwendiger Teil. Und deshalb gehört sie in allen Ausprägungen geschützt.

Münchner Philharmoniker
Anja Bihlmaier   Dirigentin

Nicolas Altstaedt   Violoncello
Malte Arkona   Moderation

1. Jugendkonzert

Dmitrij Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 in Es-Dur op. 107

Bernd Alois Zimmermann
„Musique pour les soupers du Roi Ubu“
Ballet noir en sept parties et une entrée für Orchester und Combo

Maurice Ravel
„La Valse“
Poème chorégraphique pour orchestre

Isarphilharmonie, 15. Oktober 2026

von Sandra Grohmann

„Münchner Philharmoniker, Anja Bihlmaier, Dirigentin, 1. Jugendkonzert
 Isarphilharmonie, 15. Oktober 2026“
weiterlesen

DIE SONNTAG-PRESSE – 18. OKTOBER 2026

Gregor Reinhold (Zefirino-Gelsomino), Andreja Zidaric (Comtesse Folleville), Juan Carlos Falcón (Don Luigino) © Anna Schnauss

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 18. OKTOBER 2026

München/Staatstheater am Gärtnerplatz
Die Reise nach Reims: erstmals in München kann ich diese Rossini Sangespracht genießen
Zehn stimmlich in den meisten Momenten voll überzeugende Hauptrollen. Das Orchester des Gärtnerplatztheaters unter Enrico Lombardi trifft den musikalischen Charakter Rossinis auf den Punkt. Die Produktion ist fluffig, blumig, bunt, prall und ausladend. Der Abend überzeugt. Das Premierenpublikum klatscht und jubelt.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

„DIE SONNTAG-PRESSE – 18. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 18. Oktober 2026“
weiterlesen

Opera Rara präsentiert einen neuen Flugversuch von Puccinis „La Rondine“

Bei aller Freude über die gelungene Einspielung kann aber auch sie nicht davon ablenken, dass es sich bei „La Rondine“ um ein weniger starkes Werk Puccinis handelt. Man vermisst weitgehend die großen musikalischen Einfälle, den Wiedererkennungswert der Musik, ganz einfach die „Ohrwürmer“ mit denen Puccini sonst verwöhnt.

Giacomo Puccini
La Rondine

Final 1921 Version

Opera Rara ORC 66

von Peter Sommeregger

„Giacomo Puccini, La Rondine
klassik-begeistert.de, 18. Oktober 2026“
weiterlesen