Hai-Kyung Suh: „Beim Busoni-Wettbewerb wusste man nicht mal, wo Korea liegt“, Teil I

© Kwi Sub Park

Die Pianistin Hai-Kyung Suh gehört zu den gefeierten Künstlern der letzten Jahrzehnte. Als eine der ersten koreanischen Musikerinnen, die in Europa und den USA reüssierten, errang sie Spitzenpreise beim Busoni-Wettbewerb und beim ARD-Musikwettbewerb, spielte zahlreiche Aufnahmen für die Deutsche Grammophon und Decca ein und kehrte nach einer Krebserkrankung, die ihr Leben und ihre Laufbahn beinahe beendet hätte, auf die großen Bühnen wie den Barbican Center, den Seoul Arts Center, der Berliner Philharmonie und der Carnegie Hall, wo sie im Oktober dieses Jahres ein von Publikum und Presse umjubeltes Solorezital spielte, zurück.

Im ersten Teil unseres Interviews spricht sie über ihre musikalischen Anfänge beim Besuch der Kasernen Südkoreas, Familiendruck und über die Carnegie Hall.  

Johannes Karl Fischer im Interview mit Hai-Kyung Suh, Teil I

klassik-begeistert: Frau Suh, Sie sind inzwischen seit sechzig Jahren Musikerin. Können Sie sich noch an Ihre erste Begegnung mit Musik und dem Klavier erinnern?

„kb im Gespräch mit der Pianistin Hai-Kyung Suh, Teil I
klassik-begeistert.de, 21. Oktober 2026“
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Dresden: „Mein Gott, wie spielen die denn!“

Daniele Gatti © Oliver Killig

Die Staatskapelle Dresden führt Mahlers 10. Sinfonie auf                         
„Mein Gott, wie spielen die denn!“

Semperoper Dresden, 19. Oktober 2026

Gustav Mahler  Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur
(Fassung nach Deryck Cooke)

Staatskapelle Dresden
Dirigent  Daniele Gatti

von Henriette Müller

Daniele Gatti und die Staatskapelle Dresden hatten zu Mahlers 10. Sinfonie eingeladen. Diese Aufführung fand im Rahmen des Mahler-Zyklus statt. Ausgewählt wurde die Fassung von Deryck Cooke. Gatti bezeichnet diese Fassung als „die, dem Werk gegenüber hingebungsvollste“.

Mahler konnte dieses Werk selber nicht vollenden. Er starb im Jahre 1911, vor der Fertigstellung seiner Sinfonie.

„Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur, Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti
Semperoper Dresden, 19. Oktober 2026“
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Geoffroy Couteau erobert Bachs Goldberg-Variationen

Wie verleiht man seinem künstlerischen Leben neue Impulse, nachdem man soeben das gesamte Klavierwerk von Johannes Brahms aufgenommen hat? Geoffroy Couteaus Antwort ist so konsequent wie respektgebietend: Er besteigt den Everest. Bachs Goldberg-Variationen. Ein Gipfel, den fast jeder Pianist irgendwann im Blick hat – und den nur wenige ohne Selbstinszenierung erklimmen.

Johann Sebastian Bach
Goldberg Variationen BWV988

Geoffroy Couteau, Klavier

La Dolce Volta, LDV154

von Dirk Schauß

Warum gelten die Goldberg-Variationen eigentlich als so schwer? Es ist nicht in erster Linie die pure Fingertechnik, auch wenn es daran keineswegs mangelt. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Kombination aus struktureller Komplexität, ausdauernder Konzentration und interpretatorischer Demut.

„Johann Sebastian Bach, Goldberg Variationen, Geoffroy Couteau, Klavier
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
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Klein beleuchtet kurz 79: Nach 12 Minuten ist hier erst einmal Pause – und dann sehen wir mal weiter in der Elbphilharmonie

Gustavo Dudamel und das New York Philharmonic; Foto Patrik Klein

Gustavo Dudamel, einer der teuersten und in Europa nicht ganz unumstrittenen Dirigenten, pinselt Mahlers 5te mit dem New York Philharmonic auf die Leinwand, dass es nur so spritzt.

Elbphilharmonie Hamburg, 18. Oktober 2026

New York Philharmonic
Dirigent: Gustavo Dudamel

Tania León
Imágenes Mestizas

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

von Patrik Klein

Sicher ein Novum in der 10-jährigen Geschichte der Elbphilharmonie:

Nach einem 12-minütigen! für mich, sorry, eher belanglosen Opener der Komponistin Tania León gab es eine 30-minütige Pause – ich musste in viele ratlose Gesichter sehen – „Schatz, ist schon Pause? Das ging aber schnell … und nun fix raus an die Häppchen!“

„Klein beleuchtet kurz 79: Nach 12 Minuten ist hier heute erst einmal Pause
Elbphilharmonie Hamburg, 18. Oktober 2026“
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Thomas Guggeis zelebriert Mahlers Zweite als Klangspektakel

© Tibor Florestan Pluto

Alte Oper Frankfurt am Montagabend. Gustav Mahlers zweite Sinfonie steht auf dem Pult, jene monumentale Auferstehungssinfonie, die sich vom bodenlosen Entsetzen einer existenziellen Trauerfeier bis zum transzendenten Jauchzen des Finales emporarbeiten will. Thomas Guggeis leitet das Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Man blickt auf einen massiven Apparat aus vierchöriger Vokalherrlichkeit, bestehend aus dem Cäcilienchor, dem Figuralchor, der Frankfurter Kantorei sowie der Frankfurter Singakademie. Ein gewaltiges Aufgebot auf dem Podium, das akustische Großtaten verspricht. Die Erwartungshaltung im vollen Haus vibriert spürbar.

Alte Oper, 19. Oktober 2026

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“

Nombulelo Yende,  Sopran
Corinna Scheurle,  Mezzosopran

Cäcilienchor Frankfurt
Figuralchor Frankfurt
Frankfurter Kantorei
Frankfurter Singakademie

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Thomas Guggeis,  musikalische Leitung

von Dirk Schauß

„Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“, Thomas Guggeis
Alte Oper, 19. Oktober 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026

Die Meistersinger von Nürnberg © Sandra Then

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026

Düsseldorf
Ein musikalisch großartiger Meistersinger-Opernabend – die Inszenierung verstört
Wer eine Aufführung der Meistersinger von Nürnberg besucht, erwartet im Gegensatz zu den anderen Werken Wagners eher leichte Kost. Der Tod herrscht hier nicht. Vielmehr verbreitet die Oper Zuversicht und erinnert an die reiche deutsche Kulturlandschaft, auf deren Boden doch auch Erfreuliches gedeihen kann. Gewiss, ihre Aufführungsgeschichte ist problematisch. Doch ändert dies nichts an der hoffnungsvollen Botschaft, dass selbst eine verkrustete Gesellschaft durch das Zusammenwirken von Figuren wie Stolzing und Sachs zum Positiven hin wandelbar ist.
Von Arnold Hütten
Klassik-begeistert.de

Kiel
„Tannhäuser“: Vom Edel-Bordell in die totale Sterilität
Daniel Karasek inszeniert Wagners Tannhäuser am Theater Kiel als Spagat zwischen einem modernen Edel-Bordell und der totalitären Sterilität der Wartburg. Musikalisch überzeugt der Abend durch ein feinfühliges Philharmonisches Orchester unter Hendrik Vestmann und einen kraftvollen Michael Müller-Kasztelan in der Titelfigur.
Von Marc Rohde
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
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Andrzej Filończyk: „Auf der Bühne kann man viel Spaß haben“

Andrzej Filończyk © Wojciech Kubik

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit dem Bariton Andrzej Filończyk, dem Interpreten der Titelrolle in „Don Giovanni“ an der Hamburgischen Staatsoper.

Andrzej Filończyk absolvierte die Gesangsabteilung der Musikakademie in Breslau. Er nahm am Programm „Young Talents“ der Polnischen Nationaloper sowie am Internationalen Opernstudio in Zürich teil. 2016 wirkte er am „Young Singers Project“ der Salzburger Festspiele mit und sang dort 2017 die Partie des Gubetta in Donizettis „Lucrezia Borgia“. Sein Operndebüt gab er 2015 am Teatr Wielki in Posen als Tonio in Leoncavallos „Pagliacci“.

klassik-begeistert: Ihr musikalischer Weg begann mit Klavierspielen. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Instrument zugunsten des Gesangs aufzugeben?

„kb im Gespräch mit Andrzej Filończyk, Bariton
Hamburgische Staatsoper, 20. Oktober 2026“
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Ein musikalisch großartiger Meistersinger-Opernabend – die Inszenierung verstört

Die Meistersinger von Nürnberg. Daniel Frank (Walther von Stolzing), (vorne) Anke Krabbe (Eva), Martin Gantner (Hans Sachs) © Sandra Then

PREMIERE +++ Meistersinger von Nürnberg +++ Opernhaus Düsseldorf, 17. Oktober 2026

Wer eine Aufführung der Meistersinger von Nürnberg besucht, erwartet im Gegensatz zu den anderen Werken Wagners eher leichte Kost. Der Tod herrscht hier nicht. Vielmehr verbreitet die Oper Zuversicht und erinnert an die reiche deutsche Kulturlandschaft, auf deren Boden doch auch Erfreuliches gedeihen kann. Gewiss, ihre Aufführungsgeschichte ist problematisch. Doch ändert dies nichts an der hoffnungsvollen Botschaft, dass selbst eine verkrustete Gesellschaft durch das Zusammenwirken von Figuren wie Stolzing und Sachs zum Positiven hin wandelbar ist.

 Richard Wagner                                                                                                                                     Die Meistersinger von Nürnberg

Oper in drei Aufzügen
Libretto vom Komponisten

Musikalische Leitung

Chorleitung  Albert Horne
Chor der Deutschen Oper am Rhein

Düsseldorfer Symphoniker

Deutsche Oper am Rhein, Opernhaus Düsseldorf,  17. Oktober 2026

von Arnold Hütten

„Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg PREMIERE
Deutsche Oper am Rhein, Opernhaus Düsseldorf, 17. Oktober 2026“
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Zwischen den Sätzen 7: Whistleblowing mit Omer Meir Wellber und Camilla Nylund

Omer Meir Wellber © Rori Palazzo

Richard Wagner   Die Walküre

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Omer Meir Wellber   Dirigent

Hamburgische Staatsoper, 18. Oktober 2026

von Jörn Schmidt

Sie haben Missstände, Gesetzesverstöße, Korruption oder in sonstiger Weise unethisches Verhalten in Ihrem Unternehmen oder gar in einer Regierungsbehörde erlebt – und wissen noch nicht so ganz, wie Sie damit umgehen sollen?  Dann sehen und hören Sie sich Richard Wagners Walküre an, das ist die perfekte Anleitung – zumal, wenn Camilla Nylund singt und Omer Meir Wellber dirigiert. Whistleblowing ist im Grunde ganz einfach: Sie suchen sich einen Komponisten Ihres Vertrauens, vertrauen ihm die Missstände an – und zwei Jahre später ist alles auf großer Bühne spektakulär offengelegt. Der Gesetzgeber steht auch hinter Ihnen, seit dem 31. Mai 2023 gibt es in Deutschland das „Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen“ (Hinweisgeberschutzgesetz).

„Zwischen den Sätzen 7: Whistleblowing mit Omer Meir Wellber und Camilla Nylund
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Starkes Musiktheater: Ein großartiger „Holländer“ begeistert im Theater an der Wien

PREMIERE +++++ PREMIERE +++++ DER FLIEGENDE HOLLÄNDER+++
MUSIKTHEATER AN DER WIEN, 17. OKTOBER 2026

Lina Lottes (junge Senta), Arnold Schoenberg Chor © Matthias Baus

Im MusikTheater an der Wien wurde Wagners prägendes Erlebnis grandios auf die Bühne und in den Orchestergraben gebracht – die intellektuell anspruchsvolle und zugleich spukhaft plastische Inszenierung Philipp Stölzls begeisterte das Wiener Premierenpublikum.

Richard Wagner   Der fliegende Holländer

Musikalische Leitung:  Robert Jindra

Inszenierung und Licht:  Philipp Stölzl
Szenische Neueinstudierung:  Philipp Stölzl

Daland:  Wilhelm Schwinghammer
Senta:  Ambur Braid                                                                                                                    Erik:  Cameron Becker
Mary:  Ieva Prudnikovaitė
Der Steuermann Dalands:  James Ley
Der Holländer:  Jordan Shanahan

Wiener Symphoniker

Arnold Schoenberg Chor (Leitung:  Erwin Ortner)
Statisterie des MusikTheaters an der Wien

Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden, Berlin Originalproduktion des Theaters Basel (Premiere in Basel 8. Jänner 2009)

MusikTheater an der Wien, 17. Oktober 2016

von Dr. Charles E. Ritterband

„Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Inszenierung Philipp Stölzl
MusikTheater an der Wien, 17. Oktober 2026“
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