Götterdämmerung: Diese Erstveröffentlichung auf CD begeistert als musikalischer Opernkrimi

CD-Besprechung:

RICHARD WAGNER DIE GÖTTERDÄMMERUNG

Klanglich großartig restaurierter Mono-Livemitschnitt vom 28. Juli 1954 aus Bayreuth

Profil Edition Hänssler

Diese Erstveröffentlichung auf CD begeistert als musikalischer Opernkrimi: ASTRID VARNAY, MARTHA MÖDL, WOLFGANG WINDGASSEN, GUSTAV NEIDLINGER, JOSEF GREINDL, HERMANN UHDE und MARIA VON ILOSVAY beschwören antike Tragik, nervenzerreißende Spannung und psychologische Wahrhaftigkeit

von Dr. Ingobert Waltenberger  

Die gloriosen fünfziger Jahre der Bayreuther Festspiele sind in akustischen Dokumenten von einer geradezu unglaublichen Fülle und Qualität überliefert. Kaum ein anderes Jahrzehnt eines internationalen Opernfestivals dürfte der Nachwelt ein vergleichbar reichhaltiges klingendes Vermächtnis hinterlassen haben. Das Spektrum reicht von Hans Knappertsbuschs legendärem Eröffnungs-Parsifal 1951 mit Martha Mödl, Wolfgang Windgassen und Ludwig Weber über Herbert von Karajans Meistersinger desselben Jahres und dessen Tristan und Isolde von 1952 mit Martha Mödl und Ramón Vinay bis zu den zahlreichen Ring-Dokumenten unter Clemens Krauss, Joseph Keilberth und Hans Knappertsbusch. „RICHARD WAGNER DIE GÖTTERDÄMMERUNG Bayreuther Festspiele 1954
klassik-begeistert.de, 6. November 2026“
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Hilary Hahn präsentiert Bruchs Sahnestück in bezaubernder Klangfarbigkeit

Foto: Hilary Hahn (c) Dana van Leeuwen

7. Premieren-Abonnementkonzert „Mozart der Extraklasse“

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zu „Don Giovanni“ KV 527
Max Bruch  Violinkonzert Nr.1 g-Moll op. 26
Aziza Sadikova  „Labyrinthe du Temps“ – Konzert für Violine, Akkordeon und Orchester
Robert Schumann  Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Hilary Hahn  Violine
Geir Draugsvoll  Akkordeon
Omer Meir Wellber  Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 5. November 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Zwei heftig donnernde Orchestertutti, dann ein unmittelbarer Wechsel zu zurückhaltend düsteren Klängen: Mozarts Ouvertüre zu Don Giovanni bietet sich mit ihren markanten Gegensätzen bestens an als optimales Warm-up und idealer Opener für einen an dynamischen wie auch stilistischen Kontrasten geradezu überreichen Konzertabend der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, die diesmal unter dem energischen Dirigat von Omer Meir Wellber agiert. Im steten Hin und Her, zwischen luftiger Leichtigkeit, dann abrupt umschaltend auf den geballten Einsatz aller Instrumente zwecks erfolgreicher Erzielung maximaler Lautstärke, rauscht das Werk wie ein ungestümer Wirbelwind vorbei. Ob man als Zuhörender will oder nicht: Derart viel Action macht den Kopf frei. „Hillary Hahn, Omer Meir Wellber, Bruch, Mozart, Schumann
Die Glocke, 5. November 2026“
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Siegfried: Was vom Kind im Helden bleibt

Siegfried © Monika Rittershaus

Tobias Kratzers Siegfried an der Bayerischen Staatsoper

Bayerische Staatsoper, München, 4. November 2026

SIEGFRIED
Komponist Richard Wagner. Dichtung vom Komponisten.
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (1876)

Musikalische Leitung:  Vladimir Jurowski

Inszenierung:  Tobias Kratzer

Mitarbeit Regie:  Matthias Piro
Bühne und Kostüm:  Rainer Sellmaier
Licht:  Michael Bauer
Video:  Manuel Braun, Jonas Dahl, Janic Bebi
Dramaturgie:  Bettina Bartz, Olaf Roth

von Getong Feng

Am 29. Oktober 2026 feierte Tobias Kratzers Siegfried an der Bayerischen Staatsoper in München Premiere. Siegfried ist der dritte Teil des Rings, doch in der Geschichte seines Titelhelden liegt der Keim der ganzen Tetralogie. 1848 entwarf Wagner zunächst ein eigenständiges Drama mit dem Titel Siegfrieds Tod, aus dem später Die Götterdämmerung hervorging. Die Vorgeschichte des Helden erzählte er später in Der junge Siegfried. Im Oktober 1851 entschied er, den beiden Dramen Das Rheingold und Die Walküre voranzustellen. Aus einem Drama über den Tod des Helden erwuchs so der Ring des Nibelungen, den Wagner erst 1874 vollendete.

„Richard Wagner, Siegfried, Tobias Kratzer
Bayerische Staatsoper, München, 4. November 2026“
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„L’Orfeo“ an der Wiener Staatsoper: Rolando Villazón lässt alte Zeiten aufblitzen  

L’Orfeo © Marcel Urlaub

Volle Ränge an der Wiener Staatsoper, selbst nach der Pause. Dafür zeichnet vermutlich Startenor Rolando Villazón verantwortlich, der noch immer zieht. Den eigentlichen Coup landen in Monteverdis „L’Orfeo“ jedoch Stefan Gottfried und der Concentus Musicus.

Wiener Staatsoper, 3. November 2026

Claudio Monteverdi, L’Orfeo
Favola in musica in fünf Akten und einem Prolog

Text  Alessandro Striggio
Sprache  Italienisch

von Jürgen Pathy

„Oper auf Baldrian“ – diesen Satz habe ich auf YouTube aufgeschnappt. Wer mit falschen Erwartungen an Monteverdis „L’Orfeo“ herantritt, mag das tatsächlich so empfinden. Weder peitschen spätromantische Klangwogen durch den Saal, noch erzwingen grelle Effekte irgendwelche Schockmomente. Doch genau hier entfaltet Monteverdi seine Faszination: Die Musik überrumpelt einen nicht, sie umgarnt leise. Vorausgesetzt, am Pult waltet ein Dirigent, der diesen Kosmos zu bändigen und anzufeuern weiß.

„Claudio Monteverdi, L’Orfeo, Rolando Villazón
Wiener Staatsoper, 3. November 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2026

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2026

Bayreuth
Katharina Wagner über Kunstfreiheit, Verantwortung und die Zukunft Bayreuths
Die künstlerische Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, spricht am Dienstag 10. November, ab 18 Uhr im Medienzentrum Passau mit Künstler Markus Lüpertz und Philosoph Richard David Precht über das Thema „ Wie viel Freiheit braucht die Kunst“. Wir haben uns vor der Veranstaltung in der Reihe „MENSCHEN in EUROPA“ mit Katharina Wagner über Freiheit unterhalten – bei den Festspielen, im „Ring“ und in der deutschen Politik.
pnp.de

„DIE FREITAG-PRESSE – 6. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 6. November 2026“
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Herbert Blomstedt ist tot: Abschied von einem großen Künstler und Menschen

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

Seine Kunst und sein Charisma werden fehlen.

von Peter Sommeregger

Als sich an diesem Mittwoch die Nachricht vom Tod Herbert Blomstedts wie das sprichwörtliche Lauffeuer verbreitete, war auch ich persönlich davon berührt. Denn der als Sohn schwedischer Eltern in den USA geborene Dirigent verstand es nicht nur, durch seine Interpretationen zu begeistern, er hatte auch die Aura eines wahren Philanthropen, empathisch, zugewandt, und lebensklug.

„Dirigent Herbert Blomstedt ist tot (* 11. Juli 1927 Springfield, Mass.; † 4. November 2026 Göteborg)
klassik-begeistert.de, 4. November 2026“
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Ralf Wegner, 80: Für mich waren immer die Stimmen wichtig, nicht die Inszenierungen

Heute ist ein ganz besonderer Tag für unseren drittältesten Autor: Der Hamburger Jung Dr. Ralf Wegner wird – wie Peter Sommeregger vergangenen Montag – an diesem Donnerstag 80 Jahre alt. Ich wünsche Dir, lieber Ralf, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit achterlichen Wind. Feier ordentlich mit Deinen  Gästen – an Deiner Seite Dein Sonnenschein Graciela sowie 3 Töchter und 2 Enkelinnen – in Deiner Heimatstadt an der Elbe Auen und lass Dich von ihnen hochleben. Glück, Gesundheit, Gelassenheit und Geld mögen reichlich bei Dir sein. Als immer noch aktiver Arbeitsmediziner und Autor eines mehrbändigen architektonischen Hamburger Innenstadtführers* bist Du seit 2020 ein unermüdlicher Berichterstatter, ein Aktivposten bei klassik-begeistert: solide, sprachgewandt und kritisch. Vormachen kann Dir kaum jemand etwas, denn Du hast fast alle großen Häuser und alle großen Dirigenten, Orchester gehört und gesehen – so auch Birgit Nilsson (für Dich die Mega-Sängerin), Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Nicht nur über Opern schreibst Du trefflich, sondern ebenso fundiert über das Ballett. Fast niemand hat das Hamburg Ballett unter John Neumeier so nah und intensiv beobachtet wie Du und Deine Frau – 51 Jahre lang, von 1973 bis 2024! Und ich bin sicher, Du bekommst noch Deine 50.000 Kilometer mit dem Pkw durch den Westen der Vereinigten Staaten voll …

Lieber Ralf, Du lebest hoch, hoch, hoch!

Op Hamborger Platt: Hol di fuchtig un hol di stief!

Herzlichst,
Andreas Schmidt, Herausgeber

+++++

von Dr. Ralf Wegner,
geboren am 5. November 1946 in Hamburg

Für mich waren immer die Stimmen wichtig. Danach suchte ich die Opernabende aus. Die Inszenierungen spielten eigentlich nie eine Rolle.

„kb-Autor Dr. Ralf Wegner zu seinem 80. Geburtstag
klassik-begeistert.de, 5. November 2026“
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Wenn der Jubel im Saal losbricht: Kaufmann, Salsi und Car brillieren in Verdis Otello an der Wiener Staatsoper

Fotos: © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub 

Giuseppe Verdi: Otello

Wiener Staatsoper, 2. November 2026 

Otello: Jonas Kaufmann · Jago: Luca Salsi · Desdemona: Nicole Car · Cassio: Botond Ódor · Roderigo: Carlos Osuna · Lodovico: Dan Paul Dumitrescu · Montano: Leonardo Neiva · Emilia: Daria Sushkova · Bianca: Katharina Billerhart · Herold: Ferdinand Pfeiffer · Dirigent: Bertrand de Billy · Regie: Adrian Noble.

von Andreas Schmidt

Es gibt Opernanfänge, die höflich anklopfen. Und es gibt Verdis Otello, der die Tür eintritt. Kein Vorspiel, keine Ouvertüre, nur ein Orchester, das losdonnert, und ein Chor, der aufschreit. Am Montagabend in der Wiener Staatsoper brach dieser Sturm los, und schon nach wenigen Takten saß das Publikum aufrecht, viele mit eingezogenem Kopf.

„Verdi, Otello, Jonas Kaufmann, Luca Salsi, Nicole Car
Wiener Staatsoper, 2. November 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026

BRSO-Blomstedt © Astrid Ackermann

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026

Göteborg
Er wollte der Musik dienen: Dirigent Herbert Blomstedt gestorben
Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des damaligen NDR Sinfonieorchesters. Er galt als einer der herausragenden Dirigenten seiner Zeit und war für seine musikalische Präzision, seine umfassende Partiturkenntnis und seine Bescheidenheit bekannt. Bis ins hohe Alter wollte er dirigieren, musste sich zuletzt jedoch aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen.
ndr.de

Dirigent Herbert Blomstedt 99-jährig verstorben
Der in den USA geborene, schwedische Maestro verstarb am Mittwoch in seinem Haus in Göteborg im Beisein seiner Familie. Er war die Freundlichkeit in Person, ob auf den Konzertpodien dieser Welt oder im persönlichen Umgang. Zur Warmherzigkeit kam bei Herbert Blomstedt auch eine Freude am leisen, augenzwinkernden Schalk dazu. Neugierig auf die Welt blieb der groß gewachsene, schlanke Dirigent, dem jede Eitelkeit oder Selbstüberschätzung fremd waren, bis zuletzt. Am Mittwoch ist er im Alter von 99 Jahren „friedlich im Kreise seiner Familie in seinem Zuhause in Göteborg“ in Schweden verstorben, wie seine Agentur Künstlersekretariat am Gasteig am Abend mitteilte.
DerStandard.at

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 5. November 2026“
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”Sex and Money” regieren in der Oper “Der Wildschütz”  von Albert Lortzing

Der Wildschütz © Matthias Creutziger

 In seiner komischen Oper “Der Wildschütz” zeichnete Albert Lortzing ein gesellschaftskritisches Bild, das allerdings auch heute noch immer aktuell ist, wie die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog bezeugt. “Sex and Money” regieren die Welt! Unter der musikalischen Leitung von Christoph Gedschold zeigt die Semperoper Dresden, dass die deutsche Spieloper absolut nicht altmodisch und bieder ist. Georg Zeppenfeld ist mit seiner Interpretation als Baculus die Kirsche auf dem Kuchen in einem hervorragenden Sängerensemble.

Semperoper Dresden, 3. November 2026

Albert Lortzing (1801-1851)

DER WILDSCHÜTZ
Komische Oper in drei Akten (Libretto vom Komponisten)

Musikalische Leitung:  Christoph Gedschold     

Inszenierung:  Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild:  Mathis Neidhardt
Kostüme:  Sibylle Gädeke

Sächsische Staatskapelle Dresden

von Jean-Nico Schambourg

„Albert Lortzing (1801-1851), Der Wildschütz
Semperoper Dresden, 3. November 2026“
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