Zwischen den Sätzen 8: Wer hat den größten Mahler-Sachverstand?

Foto: Gustav_Mahler (c) Moritz Nähr

von Jörn Schmidt

Arturo Toscanini verstand keinen Spaß, wenn es um die Musik ging. Wehe, jemand machte Dienst nach Vorschrift oder setzte sich dem Verdacht der Schlamperei aus. Selbst kleinere Defizite in Sachen Partiturkenntnis   reichten – und der italienische Maestro schrie sich die Kehle heiser. Wenn er einen guten Tag hatte…In seinem Leben zerbrach er eine respektable Anzahl Taktstöcke, auch zerrissene Notenpartituren pflastern seinen Weg. Es wird sogar erzählt, er habe gar die eigene goldene Uhr zertrümmert. Seine Musiker hätten ihm dann – so besagt es eine wunderschöne Anekdote – eine ganze Kiste billiger Uhren geschenkt. Damit er etwas zum Zertrampeln hatte… „Zwischen den Sätzen 8: Wer hat den größten Mahler-Sachverstand?
klassik-begeistert, 30. Oktober 2026“
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Macbeth packt als zeitloses Drama in Sofia

Fotos: Copyright by Sofia Opera and Ballet

Die Nationaloper Sofia leistet sich einen Luxus, den man an den reich subventionierten Bühnen Mitteleuropas längst verlernt hat. Anstatt ein Werk mühsam über Wochen zu dehnen, stellt das Haus seine Produktionen in dicht gepackten Blöcken vor das Publikum und besetzt sie an aufeinanderfolgenden Abenden fast vollständig aus dem eigenen Ensemble. Wer am 24. und 25. Oktober die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis Macbeth besuchte, erlebte keinen faden Aufguss der Premierenserie der vergangenen Saison, sondern zwei Aufführungen, die in ihrer stimmlichen wie darstellerischen Differenzierung faszinierten.

Giuseppe Verdi Macbeth

Inszenierung: Vera Petrova

Musikalische Leitung: Grigor Palikarov

Sofia Opera and Ballett House, 24. / 25. Oktober 2026 

von Dirk Schauß „Giuseppe Verdi Macbeth, Grigor Palikarov
Sofia Opera and Ballett House, 24./25. Oktober 2026,“
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DIE FREITAG -PRESSE, 30. OKTOBER 2026

Elbphilharmonie © Maxim Schulz

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DIE FREITAG -PRESSE, 30. OKTOBER 2026

Hamburg/Elbphilharmonie
Zehn Jahre Elbphilharmonie: Zum Jubiläum fährt Hamburg 2027 groß auf
Lang Lang, Igor Levit und fast alle amerikanischen Spitzenorchester schauen vorbei: Im kommenden Jahr feiert die Hansestadt ihr kulturelles Wahrzeichen. Auch die Techno-Band Meute lädt zum Tanz.
Tagesspiegel.de.elbphilharmonie

„DIE FREITAG -PRESSE, 30. OKTOBER 2026
30. Oktober 2026“
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Bei Bernheims Cavaradossi blitzen die Sterne den ganzen Abend lang am Puccini-Himmel

Vorhang der Staatsoper Berlin, Foto Jean-Nico Schambourg

 O wie schön kann Oper doch sein: Eine Inszenierung, welche die eigentliche Handlung der Oper ins Zentrum stellt und dabei nie langweilig oder altbacken wirkt, schön anzusehende Bühnenbilder und Kostüme, ein großartiges Sängerensemble und ein blendend aufgelegtes Orchester, welches das Drama auf der Bühne musikalisch mitreißend gestaltet! All das zu erleben in der Berliner Staatsoper bei der 73. Aufführung von Puccinis TOSCA in der Inszenierung von Alvis Hermanis aus dem Jahre 2014. Unter der engagierten Leitung von Alexander Soddy vermitteln Aleksandra Kurzak in der Titelrolle, Benjamin Bernheim als ihr geliebter Mario Cavaradossi und Davide Luciano als schurkischer Scarpia ein hoch spannendes Operndrama.

Giacomo Puccini (1858-1924)  TOSCA
Oper in drei Akten
Libretto:  Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Musikalische Leitung:  Alexander Soddy

Inszenierung:  Alvis Hermanis
Ausstattung:  Kristine Jurjane

Staatskapelle Berlin
Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 27. Oktober 2026

von Jean-Nico Schambourg

„Giacomo Puccini, Tosca, Benjamin Bernheim
Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 27. Oktober 2026“
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Tosca in Berlin: Benjamin Bernheim brilliert als Cavaradossi

Benjamin Bernheim © Manon Leprévost

Berlin gönnt sich eine zweite Tosca. Nachdem die Deutsche Oper das Meisterwerk von Puccini wieder ins Programm genommen hat, zieht die Staatsoper nun nach. Die Wiederaufnahme der Inszenierung von 2014 wird in eine Familienvorstellung am Sonntagnachmittag gepackt.

So ziehe ich mit Ehefrau und 86-jähriger Mutter ins Parkett. Und wir fragen: Kann uns Tosca noch so sehr begeistern, dass sie zu einem Opern-Event wird, einem Fest der Sinne, das die Strahlkraft hat, der Tristesse des Berliner Herbstes die Stirn zu bieten?

TOSCA
Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem Schauspiel „La Tosca“ von Victorien Sardou

Wiederaufnahme einer Inszenierung von Alvis Hermanis aus dem Jahre 2014

Tosca:  Aleksandra Kurzak
Cavaradossi:  Benjamin Bernheim
Scarpia:  Davide Luciano

Staatskapelle Berlin
Musikalische Leitung:  Alexander Soddy

Staatsoper Unter den Linden Berlin, 25. Oktober 2026

von Ralf Krüger

„Giacomo Puccini, Tosca, Benjamin Bernheim
Berlin, Staatsoper Unter den Linden, 25. Oktober 2026“
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Premiere: Auch ein gedoppelter Holländer kann diese Aufführung nicht retten

Der fliegende Holländer © Matthias Horn

PREMIERE +++ Der fliegende Holländer +++ Deutsche Oper Berlin, 24. Oktober 2026

Der umtriebige Autor und Theatermann Milo Rau wurde für diese Neuinszenierung als Regisseur gewonnen, und scheiterte damit auf der ganzen Linie.

Richard Wagner, Der fliegende Holländer

Der Holländer   Tomasz Konieczny/Derek Welton
Senta   Aušrinė Stundytė
Daland   Tareq Nazmi
Erik   Attilio  Glaser
Mary   Kai Rüütel-Pajula
Steuermann   Omar Mancini

Inszenierung   Milo Rau
Dirigentin   Giedrė Šlekytė

Deutsche Oper Berlin, 24. Oktober 2026, Premiere

von Peter Sommeregger

„Wagner, Der fliegende Holländer
PREMIERE – Deutsche Oper Berlin, 24. Oktober 2026“
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DIE DONNERSTAG -PRESSE, 29. OKTOBER 2026

Benjamin Bruns © Sara Schöngen

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DIE DONNERSTAG -PRESSE – 29. OKTOBER 2026

München
„Siegfried“ an der Bayerischen Staatsoper. Was das Publikum heute erwartet
Die Bayerische Staatsoper schmiedet seit 2024 an einem neuen Ring – unter der Regie von Tobias Kratzer und mit Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski am Pult. Zwei Teile hatten bereits Premiere. Heute, am 29. Oktober,  ist der dritte Teil zu erleben.
BR Klassik überträgt die Premiere von Richard Wagners Oper „Siegfried“, ab 16 Uhr live aus dem Münchner Nationaltheater. Mehr Informationen zum Stück und der Besetzung finden Sie auch auf der Website der Bayerischen Staatsoper.
BR-Klassik.de

„DIE DONNERSTAG -PRESSE – 29. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 29. Oktober 2026“
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Mit „Chicago“ gelingt der Wiener Volksoper ein umjubelter Coup

Ensemble © Marco Sommer/Volksoper Wien

Frech, provokativ und lasziv singen und tanzen sich Protagonisten und Ensemble durch die beißende Satire auf Justiz, Korruption, Manipulation und Gier nach Ruhm. Die hundert Jahre alte Vorlage zeigt im Zeitalter der Social Media und der Influencer verblüffende Aktualität. Darsteller, Regie, Choreographie und Musik reißen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. 

Chicago
Ein Musical-Vaudeville von John Kander, Fred Ebb & Bob Fosse

In deutscher Sprache mit englischen Songs

Libretto:  Fred Ebb & Bob Fosse
Musik:  John Kander
Liedtexte:  Fred Ebb

Musikalische Leitung:  Maayan Franco
Regie:  Lotte de Beer
Choreographie:  Arielle Smith
Bühnenbild:  Christof Hetzer
Kostüme:  Jorine van Beek
Licht:  Alex Brok
Choreinstudierung:  Roger Díaz-Cajamarca
Stunt coordinator:  Ran Arthur Braun
Dramaturgie:  Lisa Kerlin

Chor, Statisterie und Orchester der Wiener Volksoper
Wiener Staatsballett

Volksoper Wien, 24. Oktober 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Vor hundert Jahren dauerte es noch eine ganze Nacht, bis die Rotationsmaschinen die Schlagzeilen von Mord und Totschlag in Riesenlettern aufs Papier druckten und die Kolporteure die Zeitungen auf die Straßen brachten. Heute bekommen wir solche Nachrichten minutenschnell auf den Bildschirm geliefert. Weniger empfänglich für mediale Aufregung sind wir deswegen allerdings nicht geworden.

„Chicago, Musical-Vaudeville von John Kander, Fred Ebb & Bob Fosse
Volksoper Wien, 24. Oktober 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 28. OKTOBER 2026

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 28. OKTOBER 2026

Wien/Staatsoper
Feinstimmiger Feldherr: „Otello“ an der Wiener Staatsoper
Jonas Kaufmann fesselte mit leisen Tönen, Bertrand de Billy und das Staatsopernorchester ließen es krachen. Noch einen Kuss möchte Otello von seiner Desdemona, un altro bacio … doch da ist seine Gattin leider schon tot, vom rasend Eifersüchtigen mit einem Kissen im Ehebett erstickt. Aber Oper macht bekanntlich sogar das Allerschrecklichste schön, und Jonas Kaufmann sowieso: Die letzten Worte von Giuseppe Verdis letzter tragischer Titelpartie singt der Deutsche am Montagabend mit einer warm timbrierten Behutsamkeit, Innigkeit und Verzweiflung, wie es nur wenige vermögen.
 DerStandard.de

Staatsoper: Jonas Kaufmann ist als Otello kein Kraftmeier (Bezahlartikel)
Mit innigen Schmerzenstönen erweist sich Jonas Kaufmann als der intensivste Sängerdarsteller des Abends, ohne das Dramatische an Verdis gefürchteter Tenorpartie schuldig zu bleiben.
DiePresse.com

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2026

Bettina Mönch als Roxie Hart © Marco Sommer/Volksoper Wien

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2026

Wien/Volksoper
Mit „Chicago“ gelingt der Wiener Volksoper ein umjubelter Coup
Frech, provokativ und lasziv singen und tanzen sich Protagonisten und Ensemble durch die beißende Satire auf Justiz, Korruption, Manipulation und Gier nach Ruhm. Die hundert Jahre alte Vorlage zeigt im Zeitalter der Social Media und der Influencer verblüffende Aktualität. Darsteller, Regie, Choreographie und Musik reißen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 27. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 27. Oktober 2026“
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